Römische Zeit

Als im 1.Jahrhundert vor Christus Caius mit seinen Legionen in die Gebiete der Burgunder und Ubier vordrang fand er am Rhein eine perfekte Stelle für eine Kolonie. Hier war bereits eine Siedlung der Markomannen, welche schnell durch die Legionen des Caius eingenommen und romanisiert wurde. Der erste Name der Stadt war Oppidum Ubiorum. Durch die strategisch günstige Lage entwickelte sich die Stadt bald zu einem Knotenpunkt des Handels. Im Jahre 50. n. Chr. wurde ihr der Status einer Colonia verliehen. Und zu Ehren der Gattin des Kaisers wurde sie in Colonia Claudia Ara Agrippinensium umbenannt.

In diese Zeit wird auch zum ersten Mal von Marcus Aurelius berichtet. Überlieferungen aus römischer Zeit berichten, dass er nach Köln kam und sich die Stadt zu eigen machte. Schon damals verbarg der Ventrue sein Gesicht stets hinter einer goldenen Maske und viele Mythen und Legenden ranken sich um das „Güldene Antlitz“ des Fürsten von Köln, der alsbald den Beinamen „Colonius“ (der Kölner) erhielt.

Frühmittelalter

Unter seiner Herrschaft wuchs und gedieh Köln wie keine zweite Stadt. Der Untergang des römischen Reiches war für Marcus Aurelius Colonius nur wenig bedeutsam. Köln war fest in seiner Hand. Für den christlichen Glauben hatte der römische Ventrue jedoch nur wenig übrig und so kam es, dass Marcus Aurelius Colonius den Nosferatu Anno gegen 850 n.Chr. mit dem Amt des Blutvogt der Stadt Köln belehnte. Anno, selber Christ und einst Dompropst der damaligen Domkirche, war mit der Kirchenpolitik vertraut und hatte selbst an der Erhöhung des Bischofs von Köln zum Erzbischof im Jahr 795 mitgewirkt. Mit der Schaffung des Vogtamtes überlies Fürst Marcus Aurelius Colonius die täglichen städtischen Angelegenheit dem Vogt und trat seltener persönlich in Erscheinung. Es wurde üblich den Fürsten nur zu wenigen Anlässen des Jahres zu Gesicht zu bekommen. Sein Vogt, so verfügte Colonius, solle entscheiden, was wichtig genug wäre ihm vorzutragen, ansonsten solle sich ein jeder an den Vogt wenden.

Anno wurde sehr einflussreich und Köln mit und durch seinen Einfluss, insbesondere in der Kirche. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des ostfränkisch-deutschen Reichs an das Byzantinische Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Mit der Kaiserin kam die Toreador Sophia nach Köln und blieb, auf persönlichen Wunsch des Fürsten, der der schönen Griechin eine der ersten Privataudienzen gewährte, nachdem er seinen Vogt eingesetzt hatte. Sophia war eine gebildete und weitgereiste Frau, und stand im direkten Gegensatz zu dem gläubigen und ernsten Anno. Vielleicht gerade aus diesem Grund schenkte der Fürst ihr das Jagdrecht und übertrug ihr später sogar die Lehnshoheit über einen Teil seiner Stadt.

Doch Anno ließ sich nichts nehmen und baute die Macht der Kirche und des Erzbistums Köln, sowie des Erzbischofs weiter aus und mehrte damit auch seine Macht und seinen Einfluss. Mitte des 10. Jahrhunderts war der Erzbischof von Köln auch Kurfürst des Erzstiftes und Kurfürstentum Köln. Und mit der Überführung der Gebeine der Heiligen drei Könige von Mailand nach Köln wurde die Stadt zu einem wichtigen Ziel für Pilger.

Hochmittelalter

Im Hochmittelalter war Köln mit etwa 40.000 Einwohnern die größte Stadt Europas und seit dem 12. Jahrhundert führte Köln den Namen: Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia – Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit.

Die Macht und der Einfluss Kölns und der Erzbischöfe war gewaltig. Kaiser Friedrich Barbarossa machte, nach der Eroberung Mailands, die bisher dort liegenden Gebeine der Heiligen Drei Könige dem Erzbischof zum Geschenk. Mit den Reliquien kam 1164 drei Lasombra nach Köln: Paulo de Catania mit seiner Tochter Reccarda und seinem Schüler Marcello. Diese wurden von Sophia willkommen geheißen, wenn auch argwöhnisch von den Nosferatu und Anno begutachtet. Doch war die Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige ein überragendes Ereignis und ein Erfolg für Vogt Anno, der alsbald einen neuen Dom forderte. 1248 wurde der Grundstein für den Kölner Dom gelegt.

Doch Fortuna ist launig, wie der Fürst von Köln seinem Markgrafen sicherlich hätte erklären können. Denn was Annos Triumph hätte werden sollen, war eher ein Schlag ins Gesicht. Zwar wurden alle Kirchen der Stadt diesem Jahr unter den Schutz des Fürsten gestellt, dieser berief jedoch Paulo de Catania zu seinem Kaplan und machte ihm der Schutz der Kirchen zum Auftrag.

Als der Brujah Procet den berühmten Gelehrten Albertus Magnus zum Kainiten macht, empört sich Anno derart, dass er den Brujah samt Kind aus der Stadt vertreiben lässt – eine Entscheidung, die ihm die Gesellschaft der Kainiten sehr krumm nimmt, ist Albertus Magnus doch einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt. So holt man denn doch den Gelehrten alsbald zurück und dieser tritt weiterhin in der Öffentlichkeit auf. Die Unruhen der Kölner Bürger gegen den Erzbischof von Köln wurden größer und es war niemand anderes als Sophia und deren junges Kind Magdalena Elisa von Buchheim, die gemeinsam mit den Lasombra, Anno zum Verhängnis wurden.

1288 kam es zur Schlacht von Worringen in dessen Folge der Erzbischof und mit ihm Anno, die Stadt Köln verlassen mussten. Anno ging, wie auch der Erzbischof, nach Bonn.

Marcus Aurelius Colonius ernannte Sophia zur Stadtkämmerin und übertrug ihr weitgehende Rechte. Das Amt des Vogts wurde um die Rechte der Stadtkämmerin geschmälert und dem – offiziell im Jahr 1280 verstorbenen – jungen Brujah Albertus Magnus gegeben.

Colonius legte sich zu dieser Zeit zum ersten Mal für längere Zeit schlafen und überlies die Geschäfte seiner Kämmerin und seinem Vogt. Unter Vogt Albertus Magnus und Kämmerin Sophia gedeiht die Stadt prächtig. 1388 wird die Universität Köln gegründet. Im Jahr 1396 wurde durch eine unblutige Revolution die Patrizierherrschaft in Köln endgültig beendet und durch die 22 Gaffeln, wie im Verbundbrief festgelegt, ersetzt.

Erste Anarchenrevolte

Um 1400 beginnt die Erste Anarchen-Revolte. In diese Zeit fällt auch der Versuch eines Brujah namens Heinrich, gemeinsam mit seinem Klüngel, dem Fürsten der Stadt die Herrschaft streitig zu machen. Während einer Zusammenkunft der Kainiten der Stadt im Jahre 1435 traten Heinrich und vier seiner Gefolgsleute vor und forderten die Herrschaft über Köln. Es heißt, einem Sturmwind gleich habe sich die Tür des Saals geöffnet und dann wäre der Kopf Heinrichs durch den Saal geflogen, während Marcus Aurelius Colonius die vier Gefolgleute mit donnernder Stimme der Stadt verwies. Als Folge wird die erste Kölner Bettelordnung in die Statuten Kölns aufgenommen, die insbesondere dafür sorgt, dass „gute Bürger“ nicht belästigt werden. Die Bettelordnung richtete sich zudem gezielt gegen auswärtige Bettler und damit indirekt gegen vagabundierende Anarchen und Ravnos.

Camarillagründung

Marcus Aurelius Colonius steht in Kontakt mit den Gründern der Camarilla und entsendet Albertus Magnus als seinen Repräsentanten zur Convention von Thorns im Jahre 1493, auch wenn er selbst dem Konstruckt der Camarila ablehnend gegenüber steht.

Das Amt des Vogts geht an den Nosferatu Larten van Maart.

Spätmittelalter

1627 kommt der junge Toreador Conrad Benedikt von Stade, ein gebürtiger Kölner, zurück nach Köln wo er sich vorstellt und als Kölner Bürger willkommen geheißen wird.

Im Jahr 1748 kommt der französische Toreador Luis Verdan auf Weisung von Prinz Villon von Paris nach Köln und erhebt Anspruch auf die Herrschaft, doch Magdalena Elisa von Buchheim verweist ihn im Namen des Fürsten und mit Unterstützung der Kölner Bürgerschaft der Stadt.

Französische Herrschaft

Einige Jahre später, gelang es mit dem Einzug der französischen Truppen am 6. Oktober 1794 die Geschichte der Freien Reichsstadt zu beenden und Köln musste kampflos an die Franzosen übergeben werden um schließlich ein Teil der französischen Republik zu werden. Die französischen Toreador hatten gesiegt. Luis Verdand pflockt Magdalena Elisa von Buchheim und ernennt sich zum Stadthalter von Köln.

Sabbatkampf zur Rechten

Der protestantische Brujah Karl von Dellbrück war bereits seit dem 17. Jahrhundert, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Mülheim ansässig und war seit 1700 offiziell der Herr von Mülheim, seit 1714 auch der von Kalk. Von den Kölnern stets mit Argwohn bedacht führte er seine Domäne jedoch unabhängig, bis es um 1800 in Kalk zu schweren Kriegshandlungen durch den Sabbat kam, die auch auf Köln große Auswirkung hatte. Karl von Dellbrück wurde vom Sabbat vernichtet und die Gebiete rechts des Rheins offiziell und in verhöhnender Form das „Erzbistum Köln“ unter dem Sabbat-Erzbischof Amarigo Seneca. Die Kölner Bürgerschaft forderte Luis Verdan zum Handeln auf, doch dieser wurde der Situation nicht Herr.

Kölner Blutnächte von 1816

1815 kam Rufus von Freitag aus Haus und Clan Tremere nach Köln, unbestätigten Gerüchten zufolge soll es sich hierbei um eine Abmachung zwischen Conrad von Stade und dem Clan Tremere handeln. Rufus – ein gefürchteter Sabbat-Gegner und Kämpfer – unterstützte die Kölner Gesellschaft. Doch der Sabbat schlug zurück und vernichtete die langjährige Markgräfin, Ahnherrin Sophia vom Clan Toreador. Daraufhin schlug der Zorn der Kainiten Kölns hoch und man befreite in einer Nacht Magdalena Elisa von Buchheim. Dieser gelingt es Marcus Aurelius Colonius zu erwecken, der wie ein Sturm über die Stadt kommt. In den folgenden „Kölner Blutnächten“ finden Luis Verdan und seine Gefolgsleute ebenso ihr Ende, wie der Sabbat des „Erzbistums Köln“ in Mülheim und Kalk.
Für ihre Treue und ihren Einsatz wird Magdalena Elisa von Buchheim von Fürst Colonius persönlich zur neuen Markgräfin des Fürstentums bestellt. Rufus von Freitag wird ihr Vogt und Thomas vom Clan Brujah das Amt des Stadtkämmerers übertragen. Zudem setzt der Fürst den Geheimen Rat unter dem (nicht-stimmberechtigten) Vorsitz von Conrad von Stade ein, dem er zudem das Jagdrecht in seinem eigenen Jagdgebiet gewährt. Dann legt sich der Fürst von Köln wieder zum Schlafen nieder.

Weltkriegszeit

Die folgenden beiden Weltkriege waren für Köln und seine kainitische Bevölkerung ein Grauen ohne Gleichen. Zu Beginn der 50iger Jahre des 20. Jahrhunderts war Köln nur noch ein Schatten ihrer einstigen Pracht. Die kainitische Bevölkerung war stark geschrumpft, da etliche Kainiten dem Bombardement zum Opfer gefallen waren und allein der unermüdlichen Arbeit ihrer Amtsträger und der neuen Bürger der Stadt ist es zu verdanken, dass Köln sich aus den Ruinen neu erhob.