Der Fürst

Alle Macht geht in Köln von Marcus Aurelius Colonius, dem Fürsten und Herrn der Stadt Köln aus. Bereits seit dem 9. Jahrhundert verbrieft ist die Herrschaft des Ventrue, doch möglicher Weise hält der Fürst die Stadt bereits seit römischer Zeit. Aufgrund seines Alters und der sich stets ändernden Stadt hat Fürst Marcus Aurelius vor vielen Jahren bereits die Tagesgeschäfte der Stadt seinen Vasallen und Amtsträgern übertragen und tritt persönlich nur selten in Erscheinung. Allein zum Großen Hoftag, an welchem die Lehnsnehmer des Fürsten ihren Eid erneuern und der Fürst seine Vasallen bestätigt, erscheint Fürst Colonius höchst selbst. Selbst an den Sitzungen des Geheimen Rates nimmt er niemals persönlich teil.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Pflichten und Ämter immer wieder verändert. Aktuell stützt sich Fürst Colonius auf drei große Säulen der Macht:

Der Geheime Rat

„Unser Geheimer Rat ist in allen Angelegenheiten Unsere Auge, Ohr und Hand, und soll in Unserem Namen die Angelegenheiten der Nacht ordnen, zur großen Ehre und Sicherung Unseres Fürstentums. […] Unser Geheimer Rat wird Gesetze zur Sicherheit und Ordnung des Fürstentums Köln-Bonn erlassen, zum Wohle aller meiner Untertanen. […]“
(aus dem Großen Erlass des Fürsten zur Neuordnung der Angelegenheiten des Fürstentum Köln-Bonn aus dem Jahr 2015)

Der Geheime Rat ist der Rat des Fürsten. Mitglieder werden vom Fürsten persönlich berufen. Sie führen den Titel „Geheimer Rat“ und werden stets allen anderen ihrer Ranggruppe vorangestellt. So wird ein Ancilla des Geheimen Rates stets allen anderen Ancilla in der Stadt vorgezogen. Der Geheime Rat vertritt als Ganzes den Fürsten. Das bedeutet, dass allein der Rat als Ganzes, nicht jedoch die einzelnen Mitglieder, die folgenden Rechte ausüben dürfen:

– Hohe Gerichtsbarkeit, Blutgericht: Der Rat hat das Recht die Vernichtung eines Kainiten als Schuldspruch auszusprechen. Der Rat kann hierzu ein Blutgericht aus mindestens drei Mitgliedern des Geheimen Rates berufen.

– Gesetze zu erlassen, die das kainitische Leben im Fürstentum Köln-Bonn regeln, die nur vom Fürsten wiederrufen werden können

Geführt wird der Geheime Rat vom Vorsitzenden des Geheimen Rates, Conrad Benedikt von Stade.
Will sich ein Bürger an den Geheimen Rat wenden, so tut er dies über den Hofkämmerer des Fürstentums Köln-Bonn, Mortimer Ashton.

Die Markgrafen

„Und den Markgrafen sollen in dieser, ihrer Domäne, alle Rechte eines herrschaftlichen Fürsten haben, denn sie sind mir treu und redlich verbunden, durch Eid und Schwur. Und so wie der Kaiser über sein Reich, so will ich herrschen über mein Fürstentum; und so wie die Fürsten des Reiches über ihr Reich, so sollen die Markgrafen herrschen über ihre Domäne, wie es die ewige Ordnung vorgesehen hat.
Und sollte einer der Markgrafen in den Tiefen Schlaf fallen, so soll der Geheime Rat sein Gebiet hüten und bewahren, nach den Gesetzen, die von ebendiesem Markgrafen erlassen wurden, geleitet von unseren Geboten.“
(aus dem Großen Erlass des Fürsten zur Neuordnung der Angelegenheiten des Fürstentum Köln-Bonn aus dem Jahr 2015)

Die Markgrafen haben ein Lehen direkt von Fürst Colonius erhalten. Sie haben Colonius den Vasalleneid geschworen. Als Vasall ist der Markgraf seinem Herrn zu „consilium et auxilium“ (Rat und Hilfe) verpflichtet, er muss seinem Lehnsherrn loyal mit Rat und Tat helfen. Falsche oder ungünstige Ratschläge oder unterlassene Unterstützung kann zu Bestrafung oder Beendigung der Vasallität führen. Es besteht eine Abhängigkeit zwischen Vasall und Lehnsherr. Der Vasall genießt den Schutz des Lehnsherrn, der ihn im Zweifelsfall mit allen Mitteln verteidigt. Dazu ist der Lehnsherr auf die Unterstützung seiner Vasallen angewiesen, die ihn mit ihren eigenen Vasallen und Mitteln zu unterstützen haben. Der Vasall leistet den Vasalleneid und „begibt sich in die Hand“ seines Lehnsherrn.
Den Markgrafen unterstehen wiederrum deren Vasallen. Es ist den Markgrafen gestattet selbst einen Seneschall und einen Blutvogt zu ernennen, welche sie in Ausübung ihrer Aufgabe unterstützen.

Der Hofstaat des Fürsten

Der Hofstaat des Fürsten dient dem Fürsten in der Ausübung seiner hoheitlichen Pflichten. Der Hofstaat des Fürstentums Köln-Bonn wird von Obersthofmeister Conrad von Stade geführt, der zugleich der Vorsitzende des Geheimen Rates ist. Damit hält von Stade zwei der wichtigsten Positionen im Fürstentum in Personalunion.
Jedes Mitglied des Hofstaates hat eine Aufgabe und ein trägt seinen Teil dazu bei, dass der Fürst mit so wenig wie möglich belästigt werden muss. Tatsächlich, so heißt es, bekäme nur Jasper Magnus, der Privatsekretär des Fürsten, ebendiesen regelmäßig zu sehen. Jasper gibt die die Wünsche des Fürsten an den Obersthofmeister weiter. Von Stade ist es dann überlassen die Aufträge an die anderen Mitglieder des Hofstaates zu vergeben oder sich ggf. selbst darum zu kümmern.

Die Mitglieder des Hofstaats sind:
– Obersthofmeister Conrad von Stade
– Privatsekretär Jasper Magnus
– Das Schwert des Fürsten, Achim von Stein
– Der Kaplan des Fürsten, Bruder Franziskus
– Der Hofkämmerer, Mortimer Ashton
– Der Herold, Nathan Ford