Das Rechtssystem, welches im Fürstentum Köln-Bonn zur Anwendung kommt, hat seine Grundlagen in der Rechtssprechung des Mittelalters. Wer Grund zur Klage hat wendet sich an den zuständigen Blutvogt, der die Klage erhebt und dem Beklagten die Klageschrift offiziell stellt.

Es folgt daraufhin eine Anhörung, bei welcher der Blutvogt die Klage vorträgt und die Kläger aufruft aufzutreten. Die Kläger müssen nun vortreten und den Leumund des Beklagten in Zweifel ziehen. Sie erklären, warum sie als Kläger der Meinung sind, dass der Beklagte Schuld auf sich geladen hat. Im Gegenzug steht es nun dem Beklagten frei seine Leumunds-Zeugen aufzurufen. Dieser Zeugen treten vor und erklären sich für den Beklagten. Sie geben Zeugnis für das gute Verhalten und den guten Leumund des Beklagten. Der Beklagte selbst hat kein Recht der Anklage zu wiedersprechen, da es sich bei der Verhandlung nicht um die Frage von Schuld oder Unschuld handelt, sonder um die Frage seines guten Leumunds und der damit verbundenen Nützlichkeit für die Gesellschaft.

Der Richter wägt Gewicht der Aussagen der Kläger gegen das Gewicht der Aussagen der Leumunds-Zeugen des Beklagten ab. Je nachdem, wie gewichtig die Kläger oder Leumunds-Zeugen sind, fällt die Entscheidung ob der Beklagte schuldig gesprochen wird. Im Anschluß an die Entscheidung fällt der Richter das Urteil, welches bezweckt, dass der Beklagte seine Schuld sühnt und seinen guten Leumund wiederherstellt. Je größer die Schuld, desto größer die Sühne.

Bürger und Bürgerrechte

Erlasse des Fürsten und des Geheimen Rates

„Als Bürger des Fürstentum Köln-Bonn gilt, wer offiziell das Bürgerrecht (Civitas Colonia et Bonna) erhalten hat. Das Bürgerrecht wird durch Antrag beim Hofkämmerer vom Geheimen Rat erteilt; mit Eintragung in die Bürgerrolle der Stadt gilt das Recht als erteilt. Die Bürgerrolle verwaltet Unser Hofkämmerer. Sie soll einem jeden, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, vom Hofkämmerer geöffnet werden.
Gemäß dem römischen Recht gewähren Wir Unseren Bürgern folgende Rechte:
Aufenthaltsrecht: Das Recht des dauerhaften Aufenthalts im Fürstentum Köln-Bonn;
Kandidatursrecht: Das Recht als Amtsträger erwählt werden zu können;
Vertragsschlussrecht: Das Recht Verträge abschließen zu dürfen, die beim Kämmerer hinterlegt werden können und damit vom Fürsten garantiert und beglaubigt;
Klagerecht: Das Recht ohne Rechtsbeistand Klage erheben zu dürfen und sich vor Gericht selbst zu verteidigen;
Verhandlungsrecht: Das Recht, dass im Falle einer Anklage, die Verhandlung vor dem Geheimen Rat zu erfolgen hat.
Gnadenrecht: Das Recht, bei Anklage, auf welche die Vernichtung steht, beim Fürsten ein Gnadengesuch einreichen zu dürfen.
Wahlrecht: Das Recht, bei der Verurteilung zum Tode, die Art der Hinrichtung selbst wählen zu dürfen.“

(aus dem Großen Erlass des Fürsten zur Neuordnung der Angelegenheiten des Fürstentum Köln-Bonn aus dem Jahr 2010)

– Großer Erlass des Fürsten aus dem Jahre 2010

– Erlasse des Fürsten und des Geheimen Rates (2009 – 2017)