Großer Erlass des Fürsten

zur Neuordnung der Angelegenheiten des
Fürstentum Köln-Bonn

aus dem Jahr 2010

Durch heilige Vorsehung ist es gefügt, dass die Städte Köln und Bonn unter Unserer Herrschaft zusammengeführt wurden, auf dass das Große Fürstentum Köln-Bonn unter Unserem Schutz gedeihe. Alle wahren Kinder Kains sollen willkommen sein in meinem Gebiet, so diese die Traditionen, Sitten und Gebräuche sowie Unsere Gesetze wahren.

Traditionen

Die Traditionen sind Unser Allerheiligstes Gesetz. Sie binden Uns, schützen Uns und gelten vor allen anderen Gesetzen und Anordnungen.

Maskerade
Es sei verfügt, dass kein Kind Kains sein Wesen gegenüber den Menschen offenbaren soll, auf dass die Hirten in Frieden unter ihren Schafen weilen können.

Domäne
Durch heilige Vorsehung ist es gefügt, dass die Städte Köln und Bonn unter Unserer Herrschaft zusammengeführt wurden. Unsere Gebote sollen gelten für das gesamte Fürstentum Köln-Bonn.

Nachkommenschaft
Es sei bekannt, dass ein jeder, der, ohne das Wohlwollen des Fürsten, innerhalb der Grenzen des Fürstentums Köln-Bonn, eine Kind Kains erschafft samt des Kindes gepfählt und der Sonne übergeben werden soll.

Rechenschaft
Jeder, der ein Kind mit der Gunst des Fürsten zeugt, soll bis zur Reife des Kindes Herr über jenes sein und für alle dessen Taten zur Verantwortung tragen. Wer aber sein Kind nicht recht anleitet, dem soll es genommen werden.

Gastfreundschaft
Die Gastfreundschaft ist uns heilig. Wer kommt als Gast, in treuer und guter Absicht, in Unser Fürstentum, soll sich vorstellen und Rechenschaft ablegen über sich und seine Taten, auf dass er willkommen geheißen werden soll.

Vernichtung
Wer sich schuldig macht an unserem Blute und den Kindern Kains, der soll von Uns gerichtet werden, wie es der Brauch ist.

Fürstliches Gebiet

Zum Unserem persönlichen, fürstlichen Gebiet erklären wir das linksrheinische Gebiet vom Kölner Dom im Norden bis Marienburg und Raderthal im Süden, vom Rhein im Osten bis zu Klettenberg, Lindenthal und Sülz im Westen. Dieses Gebiet ist das Gebiet Eures Fürsten und niemand soll dort jagen dürfen, der nicht vom Fürsten selbst das Recht dazu erhalten hat.

Markgrafen

Alle anderen Gebiete der Stadt Köln links des Rheins sollen der Markgrafschaft zur Linken gehören; von Chorweiler und Pulheim im Norden bis nach Brühl zum Süden, von Frechen und Erftstadt im Westen bis hin zum Rhein.
Alle Gebiete der Stadt Köln rechts des Rheins sollen der Markgrafschaft zur Rechten gehören; von Leverkusen im Norden bis nach Bergheim im Süden, und vom Rhein bis nach Bergisch Gladbach, Bensberg, Rath/Heumar, Flughafen Köln-Bonn und zur Agger und Sieg.
Alle Gebiete der Stadt Bonn sollen der Markgrafschaft Bonn gehören; von Buschdorf, Meindorf und Siegburg bis nach Süden zum Kottenforst und Bad Honnef, von Volmershoven im Westen bis nach Königswinter und Hennef im Osten.

Mit der Markgrafschaft zur Rechten belehnt sei, auch weiterhin, Magdalena Elisa von Buchheim, Tochter der Sophia, aus dem Clan Toreador.
Mit der Markgrafschaft zu Bonn belehnt sei, Raquel van Throntdorf, Tochter des Caius, aus dem Clan Ventrue.
Mit der Markgrafschaft zur Linken belehnt sei, Thomas, Sohn des Oliver Zelenka, vom Stamm des Albertus Magnus, aus dem Clan Brujah; in Anerkennung seiner treuen Dienste als Unser Stadtkämmerer.

Und den Markgrafen sollen in dieser, ihrer Domäne, alle Rechte eines herrschaftlichen Fürsten haben, denn sie sind mir treu und redlich verbunden, durch Eid und Schwur.
Und so wie der Kaiser über sein Reich, so will ich herrschen über mein Fürstentum; und so wie die Fürsten des Reiches über ihr Reich, so sollen die Markgrafen herrschen über ihre Domäne, wie es die ewige Ordnung vorgesehen hat.
Und sollte einer der Markgrafen in den Tiefen Schlaf fallen, so soll der Geheime Rat sein Gebiet hüten und bewahren, nach den Gesetzen, die von ebendiesem Markgrafen erlassen wurden, geleitet von unseren Geboten.

Blutvögte

Wir machen es diesen, Unseren Markgrafen, zur Aufgabe für die Sicherheit und Ordnung Ihrer Lehen zu berufen, je einen Blutvogt, nach eigenem Ermessen.
Den Blutvögten machen wir es zur Aufgabe Ihrem Markgrafen als Streiter und Beschützer zur Seite zu stehen und die Sicherheit der Domäne ihres Markgrafen zu bewahren. Ihnen gewähren wir das Recht Verbrecher zu pfählen und Strafen für Vergehen gegen Recht und Gesetz auszusprechen, die nur durch den herrschenden Markgrafen, Unseren Geheimen Rat oder Uns Selbst widerrufen werden können. Auch sollen Sie all jenes Gesindel von den Straßen Unseres Fürstentums fernhalten, mit harter Hand und scharfem Schwerte. Der Blutvogt sei Schutz und Schirm seines Herrn und dessen Domäne.

Kastellane

Wir stellen es jedem unserer Markgrafen anheim Vasallen anzunehmen und diese mit Fahne und Stab einzusetzen als Kastellan und diese zu belehnen mit einem Gebiet aus ihrer eigenen Domäne.
Und ein jeder Kastellan soll den Lehnseid schwören und Gefolgschaft, und dadurch zu einem treuen Vasall werden ihres Lehnsherrn.
Die Ihnen durch Eid und Schwur auferlegten Dienste sollen die Kastellane treu erfüllen und ihre Abgaben stets treu begleichen sowie ihren Lehnsherrn mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Einem Kastellan soll sein Gefolge halten in seinem Lehen. Und ein jeder Gefolgsmann soll seinem Herrn die Treue schwören, und so das Recht erhalten im Gebiet seines Lehnsherrn zu jagen.
Und ein jeder Kastellan soll ein Elysium in seinem Gebiet benennen und es halten mindestens alle vierzehn Tage für eine Nacht. Und ein jedes Mitglied seiner Gefolgschaft soll einmal im Monat ihrem Kastellan die Aufwartung machen.

Bürger und Bürgerrechte

Als Bürger des Fürstentum Köln-Bonn gilt, wer offiziell das Bürgerrecht (Civitas Colonia et Bonna) erhalten hat. Das Bürgerrecht wird durch Antrag beim Hofkämmerer vom Geheimen Rat erteilt; mit Eintragung in die Bürgerrolle der Stadt gilt das Recht als erteilt. Die Bürgerrolle verwaltet Unser Hofkämmerer. Sie soll einem jeden, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, vom Hofkämmerer geöffnet werden.
Gemäß dem römischen Recht gewähren Wir Unseren Bürgern folgende Rechte:

Aufenthaltsrecht: Das Recht des dauerhaften Aufenthalts im Fürstentum Köln-Bonn;
Kandidatursrecht: Das Recht als Amtsträger erwählt werden zu können;
Vertragsschlussrecht: Das Recht Verträge abschließen zu dürfen, die beim Kämmerer hinterlegt werden können und damit vom Fürsten garantiert und beglaubigt;
Klagerecht: Das Recht ohne Rechtsbeistand Klage erheben zu dürfen und sich vor Gericht selbst zu verteidigen;
Verhandlungsrecht: Das Recht, dass im Falle einer Anklage, die Verhandlung vor dem Geheimen Rat zu erfolgen hat.
Gnadenrecht: Das Recht, bei Anklage, auf welche die Vernichtung steht, beim Fürsten ein Gnadengesuch einreichen zu dürfen.
Wahlrecht: Das Recht, bei der Verurteilung zum Tode, die Art der Hinrichtung selbst wählen zu dürfen.

Gäste und Gastrecht

Gäste sind jene Kinder Kains, die das Gastrecht durch einen Unserer Markgrafen oder deren Blugvögte erhalten haben. Die Markgrafen und Blutvögte sind für die Unterbringung der Gäste verantwortlich. Das Gastrecht wird jeweils für drei Nächte gewährt und bedarf stets einer Erneuerung und Bestätigung.
Gastrecht für längere Aufenthalte können vom Geheimen Rat auf Antrag eines Mitglied des Rates gewährt werden und werden vom Hofkämmerer protokolliert.
Das Gastrecht gilt als heilig im Fürstentum Köln-Bonn. Gäste stehen unter dem besonderen Schutz der Blutvögte. Wer das Gastrecht bricht, der soll alle Rechte verlieren und verbannt sein aus dem Fürstentum Köln-Bonn. Wer aber einen Gastgeber angreift, der soll dem Blutvogt seines Gastgebers übergeben werde und gerichtet, nach alter Sitte.

Hofkämmerer

Des Weiteren verkünden wir, dass das Amt des Stadtkämmerers Köln aufgehen soll in dem neuen Amt des Hofkämmerers des Fürstentums Köln-Bonn, dem wir die Pflicht auferlegen Unsere Steuern von all Unseren Vasallen einzutreiben, und Buch zu führen über die Rechte und Pflichten, die einem jeden übertragen und auferlegt wurden und jene, die wir noch gesondert diktieren werden.
Für seine Mühen sei Unserem Hofkämmerer die Jagd in unserem höchsteigenen, fürstlichen Gebiet erlaubt, so dass er sich allein um die ihm übertragenen Aufgaben kümmere.
Bis zu dem Zeitpunkt, an welchem sich einer unserer Untertanen hervorgetan hat und Unser Gefallen gefunden, geben Wir das Amt dem Geheimen Rat in Kommission, als das der Geheime Rat die Pflichten des Amtes erfüllen möge.

Geheimer Rat

Unser Geheimer Rat ist in allen Angelegenheiten Unsere Auge, Ohr und Hand, und soll in Unserem Namen die Angelegenheiten der Nacht ordnen, zur großen Ehre und Sicherung Unseres Fürstentums. Zu Geheimen Räten berufen sind:
Magdalena Elisa von Buchheim aus dem Clan Toreador, Markgräfin zur Rechten
Raquel van Throntdorf aus dem Clan Ventrue, Markgräfin zu Bonn
Thomas aus dem Clan Brujah, Markgraf zur Linken
Rufus von Freitag, aus dem Haus und Clan Tremere, Vogt zur Linken
Den Vorsitz Unseres Geheimen Rates soll führen, Conrad Benedikt von Stade, aus dem Clan Toreador, dem wir auch weiterhin bestätigen, alle bisherigen Rechte, insbesondere das Recht zur Jagd in unserem fürstlichen Gebiet.
Unser Geheimer Rat wird Gesetze zur Sicherheit und Ordnung des Fürstentums Köln-Bonn erlassen, zum Wohle aller meiner Untertanen.

Kaplan

Die Weisheit des Pater Franziskus zu Bonn ist uns wohl bekannt und so berufen wir Ihn zu unserem fürstlichen Kaplan und Beichtvater. Sein Wort soll unserem Geheimen Rat als Mahnung dienen und er soll für Uns in unserem Rate die Gebete verrichten, doch soll er schweigen, wenn der Ruf nach einer Entscheidung laut wird, zur höheren Ehre Gottes.

Elysium

Die althergebrachte Sitte des Elysium gilt uns als heilig, wie auch der Ort an welchem es erklärt wird. Wer die Sitten und Gebräuche des Elysiums bricht, der soll mit aller Uns zu Gebote stehenden Härte zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir machen es Unserem Diener, Conrad Benedikt von Stade, zur Aufgabe, über die Sitten und Gebräuche der Elysien des Fürstentums Köln-Bonn zu wachen, und weisen Unseren Geheimen Rat an, Sorge für die Sicherheit der Elysien zu tragen. Mit aller Härte soll gegen all jene vorgegangen werden, die Elysium brechen.
Und wir stellen es unserem Diener, Conrad Benedikt von Stade anheim jenen, die nicht das Bürgerrecht unserer Stadt haben, zu erlauben, dass Elysium auszurufen, um sicher zu stellen, dass diese für den Schutz dessen garantieren können. Und jenen, die das Bürgerrecht haben, wie auch jene, die die Erlaubnis von unserem vorbenannten Diener erhielten, sollen verantwortlich sein für den Schutz des Elysiums, welches von Ihnen erklärt und ausgerufen wurde.
Der jährlich stattfindende sogenannte Winterball unseres hochgeschätzten und ehrenfest treuen Dieners, Conrad Benedikt von Stade, steht unter Unserem persönlichen Schutz und soll ein Elysium sein wann und wo immer innerhalb unseres Gebietes erklärt. Ein jeder, der seinen heiligen Frieden bricht, soll mit der ganzen Härte, die Uns zu Gebote steht, bestraft werden.

Gegeben zu Köln am Rhein, im März des Jahres 2010,

Von Seiner fürstlichen Gnaden eigener Hand

Geschrieben, gesiegelt und verkündet;

Conrad Benedikt von Stade
Vorsitzender des Geheimen Rates